Live im Klairs 2021

Sonntag, 20. März  Luc van Doornick
Frühlingserwachen

Luc van Doornick interpretiert hochvirtuose Tastenwerke voller Kraft und Lebensfreude vonBeethoven, Chopin und Rachmaninov
Ludwig van Beethoven (1770-1827)  Sonate Nr. 21 in C-Dur op. 53 „Waldstein“ Allegro con brio
Frédéric Chopin (1810-1849)  Etüde in C-Dur op. 10 Nr. 1 „Wasserfall“
Toru Takemitsu (1930-1996) Rain Tree Sketch II – In Memoriam Olivier Messiaen (1992)
Sergei Rachmaninov (1873-1943)
Morceaux de fantaisie op. 3 Nr. 1  Elegie
Klaviersonate Nr. 2 in b-Moll op. 36 (2. Version 1931)
Allegro agitato
Non allegro – Lento
Allegro molto

 

Video zum Auftritt auf Youtube (Kreation Rolf Murbach)

 

Sonntag, 15. Mai Cheltic
Melodies from the Sea – keltische Lieder im Klairs

 Wieder eine wunderbare Matinée im Klairs. Am Sonntag, 15. Mai spielte die Formation CHeltic in Nänikon. Das Konzert der Musikerinnen Denise Graf (Gesang und Harfe), Catherine Rhatigan (Harfe) und Sabine Zaugg (Querflöte und Bodhran) fand grossen Anklang. Erst einmal waren mehr Gäste an der Veranstaltungsreihe «Live im Klairs» vor Ort: rund 60 waren es heute.

Die Musik der drei Frauen begeisterte. Sie nahmen das Publikum mit auf eine musikalische Reise durch Irland, Schottland, Wales und England – keltische Musik, mal poetisch-ruhig, mal dramatisch-beschwingt. Mit Liedern erzählten sie Geschichten von Seeleuten, unglücklich Verliebten, Küsten- und Landbewohnern und einsamen Mönchen auf hoher See. Musikalisch schilderten die Künstlerinnen Anekdoten aus mehreren Jahrhunderten. Man tauchte ein in die Melodies from the Sea. Einige Lieder stammten aus der Feder der gebürtigen Irländerin Catherine Rhatigan.

Die Geschichte der Formation ist bemerkenswert. Denise Graf begann mit vierzig Harfe zu spielen, inspiriert durch ihre Leidenschaft zu Schottland und ihre Liebe zur keltischen Musik. Ihre Lehrerin war damals Catherine Rhatigan, eine heute international bekannte Harfenspielerin. Die Frauen verstanden sich, spielten an Konzerten zusammen, weitere Musikerinnen gesellten sich dazu. «Wir sind eigentlich zu fünft», sagt Denise Graf, die mit kurzen Erläuterungen zu den Liedern durch das Konzert führte. «Es spielt, wer gerade Zeit hat.»

Die drei Frauen musizierten mit grosser Freude, das spürte man von Anfang an. Auch sie mussten wegen Corona während zwei Jahren pausieren. Vom ersten Stück an sprang der Funke über, und die Zuhörenden erlebten, was schöne Konzerte auszeichnet: ein bereicherndes Zwiegespräch zwischen Künstlerinnen und Publikum. Kaffee und Kuchen, Wein und Bier, Schinkegipfeli und Snacks im Schatten der Bäume und ein schöner Austausch zwischen Nänikern und Gästen rundeten die Mattinée ab.

Sonntag, 19. Juni  MSUG  Musikschule Uster Greifensee
Summertime im Klairs
Wiederum ein wunderbares Konzert in Nänikon. Am 19. Juni spielten Olga Niklikina (Violine) und Roman Wyss (Piano) vor rund dreissig Besucherinnen und Besuchern. Das Programm war vielseitig, beschwingt, frisch. Zuerst klassische und romantische Musik, dann bekannte Stücke aus Jazz, Pop und Blues.Eine Überraschung bot der Mittelteil. Olga Niklikina ist neben ihrer konzertanten Tätigkeit Musiklehrerin an der Musikschule Uster-Greifensee. Eine Schülerin und drei Schüler – ein Mädchen und ein Knabe sowie zwei Erwachsene – von Olga Niklikina spielten je ein Stück. Was die vier jungen Musiker boten, war bemerkenswert, die Zuhörerinnen und Zuhörer zollten den Darbietungen grossen Applaus. Besondere Beachtung fand der Jüngste der Nachwuchstalente: Er ist erst sieben Jahre alt.
Überhaupt kamen die Besucherinnen und Besucher in den Genuss eines anspruchsvollen und abwechslungsreichen Konzertes; sie durften national bekannten Musikern zuhören, die oft in grösseren Häusern und bei renommierten Formationen spielen.
Die in Moskau und an der Zürcher Hochschule der Künste ausgebildete Violinistin und Bratschistin Olga Niklikina konzertierte unter anderem mit dem Zürcher Kammerorchester, den Zürcher Symphonikern und dem Orchester Collegium Cantorum.
Im Rahmen ihres Engagements in der Pop-, Jazz- und Unterhaltungsmusik spielte sie mit Gotthard, Rod Stewart, Ronan Keeting, Helen Fischer und Herbert Grönemeyer.Der Pianist und Posaunist Roman Wyss wiederum ist seit Jahren eine Grösse in der Schweizer Musikwelt.  Er komponiert und arrangiert für bekannte Musikerinnen und Musiker, produziert Stücke und Hörbucher in seinem Tonstudio und ist mit eigenen Programmen unterwegs.
Bis zum Tod von Endo Anaconda, dem Sänger der Kultband Stiller Has, war er Pianist der gleichnamigen Formation.Es war heiss an diesem Sonntag, Musiker und Besucher schwitzten. Beim anschliessenden Kaffee und Kuchen, Bier und Wein im Schatten der Bäume wehte dann ein Lüftchen – Sommertime im Klairs.

Donnerstag, 1. September  Roll Over Bake Oven
  Eigentlich wussten wir nicht auf was wir uns einliessen als uns eines nachmittags ein netter Herr im Klairs ansprach und sich als Neffe unserer Donatorin und Namensgeberin Klärli Bachofen vorstellte.
Im Lauf des angeregten Gesprächs kamen wir auch auf unsere Konzertreihe «Live im Klairs» zu sprechen.
René Bachofen war begeistert und erwähnte, dass auch er zusammen mit Musikkollegen mit einer Band mit dem zu ihm passenden Name «Roll Over Bake Oven» auftritt. Spontan machten ab, ein Konzert zu organisieren.
Nach einem Besuch des Internetauftritts der Band war sofort klar, da dies ein guter Anlass werden würde.So kam es das am Donnerstag, dem ersten Herbsttag, das Publikum den schönen Abend mit dem Apéro vor dem Lokal genoss während sich die Band mit einem kurzen Soundcheck auf ihren Auftritt vorbereitete.
Und dann um 19:30 Uhr ging es los und wie!
Bereits beim ersten Stück «Roll Over Beethoven» (nomen est omen) war das Publikum voll dabei mit Klatschen und Stampfen.
Ein Hit jagte den andern und schon bald wurde zu den Evergreens der Rock und Blues Geschichte mitgesungen.
Nach der Pause mit Kaffee und Kuchen oder auch einem weiteren Glas Wein oder Bier ging es im gleichen Stil weiter. Mit Klassikern von Elvis, Beatles, Eric Clapton, Blues Brothers, Rolling Stones und vielen mehr.
Bei «Achy Breaky Heart» sangen alle a cappella den Refrain mit und die Band wollte sein Publikum spasseshalber gleich als Backgroundchor engagieren.
Nach der letzten Zugabe, «Smoke On The Water» war endgültig das Feuer im Lokal ausgebrochen und die Band wurde mit einer langen Standing Ovation verabschiedet.
Ganz herzlich Dank an Band, Publikum und alle Apérogebäck und Kuchen Spenderinnen für diesen wunderbaren Abend!
Donnerstag, 11. September  Angelo Signore
Blues, Jazz and more
Dass es «Fusionen» nicht nur bei den Atomkernen und in der Wirtschaft gibt, sondern auch in der Musik, hat am Sonntag dem 11. September der Pianist, Komponist und Arrangeur Angelo Signore bei seinem Auftritt anlässlich von «Live im Klairs» eindrücklich dargestellt.
Es ist nicht das erste Mal, dass der bekannte Pianist im Klairs auftrat und die Zuhörer mit seinem breiten Repertoire im Bereich Jazz und Blues auf dem Piano begeisterte.
Ganz besonders eindrücklich waren die Aufführungen, wo es um «Fusion-Instrumental» ging. Angelo Signore beherrscht dieses «Genre» perfekt. Eine Fusion entsteht, wenn verschiedene Musikrichtungen zu etwas Neuem «zusammengeschmolzen» werden. So war es auch bei dieser Performance, wo der Pianist und Arrangeur aus den «Klassikern» O Sole mio, Summertime und Smoke on the Water durch seine Fusion mit Jazz- Elementen ganz neue Kompositionen geschaffen hat. Der Zuhörer konnte jedoch zu jeder Zeit den Ursprung der neuen Werke erkennen. Ein anschliessendes Quiz unter den Zuhörern, bei dem es um das Erraten der «Originale» ging, stellte dies unter Beweis.
Im weiteren Verlauf präsentierte Signore auch eigene Jazz-Kompositionen, welches ihn auch als Komponist auszeichnen und das Auditorium besonders emotional berührten.
Zum Abschluss präsentierte der Pianist, welcher auch als Lehrer an der Musikschule Uster/Greifensee tätig ist, mit Valentin Ammann einer seiner begabten Schüler. Gemeinsam mit seinem Lehrer stellte der junge Schüler sein Können beim vierhändigen Spielen unter Beweis. Der Mix aus Jazz und Blues und Boogie Woogie war ein begeisternder Abschluss des einstündigen Konzerts.
Bei Sonnenschein (die Fusion auf der Sonne funktioniert zum Glück noch zuverlässig) konnte man den Sonntagvormittag mit einem schönen Apéro gemeinsam mit Freunden und Bekannten geniessen und dabei die neuesten Nachrichten aus Nänikon austauschen.